Türgitter

Wir haben am 29. April 2001 ein Baby bekommen. Schon vorher haben sich viele Leute Gedanken gemacht, wie man mit Katzen und einem Baby zusammen klarkommen kann. Na ja, Ihr werdet das kennen oder noch zu hören bekommen. Für uns war der menschliche Nachwuchs niemals ein Grund, an unseren Katzen zu zweifeln. Selbstverständlich geht das mit Baby und Katzen.

Nun ja, das Babyzimmer sollte schon katzenfrei sein, zumindest nachts. Also haben wir überlegt, wie man denn die Tür zwischen unserem Schlafzimmer und dem Babyzimmer offen lassen kann, ohne daß Merlin oder Mim zu unserem Sohnemann können. Ein Babyfon wollte ich nicht die ganze Nacht neben mir liegen haben. Die knattern oft, und man muß ja nicht bei jedem Pieps zum Baby rennen.

Katzentüren gibt es ja, damit die Tiger durch "geschlossene" Türen gehen können. Aber eine offene Tür katzenundurchlässig machen? Da gab es nichts.

Thomas hat eine tollte Gitterkonstruktion gebaut, die ich hier zur Nachahmung vorstelle. Mit ein wenig Geschick bekommt Ihr das sicher auch hin.

Material:

Rundhölzer, Leisten, 3 Scharniere, Haken und Öse, Band, Leim

Anleitung:

Damit der Türrahmen nicht leidet, wird die Gesamtkonstruktion mit Scharnieren an einer Leiste befestigt. Diese Leiste wird neben den Türrahmen an der Wand verschraubt. Später bleiben nur drei kleine Bohrlöcher in der Wand übrig.

Die Leisten werden entsprechend geschnitten und mit Bohrungen für die Rundhölzer versehen. Die Rundhölzer werden in die Bohrungen eingeleimt. Die 7 Querleisten geben Stabilität, ebenso das Verleimen der Rundhölzer in jeder Bohrung. Die Abstände der senkrechten Leisten darf nicht zu groß sein, damit katz nicht durchklettert oder womöglich noch hängen bleibt. Oben schließen die Rundhölzer mit einer Querleiste, unten bleibt ein kleiner Überhang der Rundhölzer, damit die Klappe nicht an der Fußleiste aufliegt.

Die Abstände zwischen den Querleisten sollten gleichmäßig sein. Eine Querleiste in Türgriffhöhe ist notwendig für den Schließmechanismus.

Oben, unten und in der Mitte wird ein Scharnier an die Abschlußleiter (längs über die gesamte Länge) geschraubt. Die Scharniere werden an die senkrechte Leiste geschraubt, diese an die Wand.

In die mittlere Querleiste kommt eine kleine Öse. Ein Band wird innen am Türgriff befestigt und durch das Schlüsselloch gezogen. Am Bandende wird ein kleiner Haken angebunden. Bei der Bandlänge müßt Ihr etwas experimentieren. Zum Schließen wird das Gitter angeklappt und gegen den Türgriff geklappt. Damit geht das Gitter nicht weiter zu. Das Band mit dem Haken wird um die äußere Querleiste gewickelt (sonst klappert es) und in die Öse eingehakt. Nun geht das Gitter auch nicht mehr auf.

Öffnen kann man diesen Mechanismus übrigens von beiden Seiten. Das geht sogar im Dunklen. Und der Lichtschalter bleibt auch erreichbar durch die Lösung mit den Querleisten.

Bei uns hält das Gitter seit Anfang an. Die Katzen haben zwar versucht, es aufzudrücken. Aber das hat nicht geklappt. Und dran hochklettern geht auch nicht. Sogar das Band ist noch ok, wobei sich das ja problemlos austauschen läßt.

Bilder:
 


Die Tür geht zum Kinderzimmer hin auf.
Rechts seht Ihr das geschlossene Gitter bei offener Tür vom Schlafzimmer aus.   


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E-mail: Christel Wysocki
 

© by Christel Wysocki, 02.04.2002